Der Schmerz

Ich schaue kurz einmal zurück,

 

da fährt ein Schmerz durch mein Genick.

 

Beim Halswirbel Nr. 4,

 

bleibt er einfach hier.

 

Da sich Schmerzen allein langweilen,

 

beginnt er sich zu verteilen.

 

Und wandert glatt

 

Unter meine Schulter, hinter’s Schulterblatt.

 

Und ganz bewegt und munter,

 

läuft er meinen Arm hinunter.

 

Weihrauch, Tigerbalsam, Teufelskralle,

 

der Kerl geht mir nicht in die Falle.

 

Zum Arzt laufe ich dann im Nu,

 

der pickt mich mit Klebeband zu.

 

Ein Nerv klemmt irgendwo dazwischen,

 

den muss ich erst einmal erwischen.

 

Dann komm ich in die MRT-Röhre,

 

damit ich herausfinde, wo er störe.

 

Physiotherapie wurde mir verschrieben,

 

bis jetzt ist der Schmerz aber standhaft geblieben.

 

Vom Schmerz einen schönen Gruß,

 

er wehrt sich mit Hand und Fuß.

 

Und wenn man einen Feind nicht besiegen kann,

 

dann freundet man sich wohl oder übel mit ihm an.